Bielefelder Institut für frühkindliche Entwicklung, Diagnostik und Intervention e. V.

Angebote für den Grundschulbereich

Ein Grundanliegen des Bielefelder Instituts für frühkindliche Entwicklung e.V. ist es, aktuelles entwicklungspsychologisches Wissen für die Praxis nutzbar zu machen.

Zu diesem Zweck führt das Institut öffentliche Informationsveranstaltungen durch und bietet Fortbildungsveranstaltungen für Fachleute an.

Fortbildungsakademien, Bildungseinrichtungen, Träger von Kindergärten und Schulen bzw. einzelne Kindergärten und Schulen können uns für diese Veranstaltungen buchen. Rufen Sie uns einfach an und vereinbaren Sie einen Termin, wenn Sie eine unserer Fortbildungen für Ihre Einrichtung oder für eine bereits von Ihnen zusammengestellte Teilnehmergruppe buchen wollen. Die Veranstaltungen können sowohl an einem Wochentag als auch am Wochenende stattfinden.

Setzen Sie sich auch mit uns in Verbindung, wenn Sie Interesse an Fortbildungen zu Themen haben, die bislang nicht aufgeführt sind. Wir freuen uns über Anregungen und werden gerne darauf eingehen, wenn die von Ihnen gewünschten Themen in unseren Kompetenzbereich fallen.

Lese-Rechtschreibschwierigkeiten haben eine Vorgeschichte

Die Lese-Rechtschreibschwäche (LRS) ist keine spezifische Lernstörung, die erst im Schulalter auftritt. Vielmehr hat die LRS sehr häufig eine spezifische Entwicklungsgeschichte. So ist ein großer Teil der Kinder, die im Alter von etwa drei Jahren eine verzögerte Sprachentwicklung aufweisen, im Schulalter von der LRS betroffen.

Das Wissen um diese Vorgeschichte kann es GrundschullehrerInnen erleichtern, die Kinder, die das Lesen und Schreiben "nur" etwas langsamer, aber schließlich doch genauso gut wie der größte Teil der übrigen Kinder lernen, von denen zu unterscheiden, die eine anhaltende LRS ausbilden. Dieses Wissen kann dazu beitragen, dass Kinder mit LRS so frühzeitig wie möglich erkannt und entsprechend gezielt gefördert werden.

Die Fortbildung gliedert sich in folgende Teile auf:

Im ersten Teil geht es um den aktuellen Forschungsstand vor allem zu Entstehungsbedingungen von LRS. In einem zweiten Schritt wird der Entwicklungsverlauf von einer Verzögerung der Sprachentwicklung zur Ausbildung einer LRS gezeigt und im dritten Schritt ein diagnostischer Fahrplan vorgestellt, der zu einer möglichst frühen Erkennung der LRS führen soll.

Abschließend soll überlegt werden, welche praktischen Konsequenzen sich hieraus für die Grundschule ableiten lassen.

Unterrichtsumfang: 8 UE zzgl. Pausen

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Förderprogramme für Kinder mit Lese-Rechtschreibschwierigkeiten

Lese-Rechtschreibschwierigkeiten (LRS) sind ein im Grundschulalter häufig auftretendes Problem. Kindern mit LRS reicht der "normale" Lese- und Rechtschreibunterricht nicht aus, um das Lesen und Schreiben genauso gut wie die übrigen Kinder zu erlernen. Die Fragen, denen in dieser Fortbildung in erster Linie nachgegangen werden soll, lauten: Welche Möglichkeiten der Förderung von LRS-Kindern gibt es im Rahmen der Grundschule? Gibt es geeignete Förderprogramme für den Einsatz in der Grundschule? Entsprechend ist es das vorrangige Ziel dieser Fortbildung, praktisch handhabbares Wissen über aktuelle Förderprogramme zum Lese- und Rechtschreibtraining zu vermitteln. Nach einer kurzen Einführung in den aktuellen Forschungs- und Wissensstand zum normalen und gestörten Schriftspracherwerb werden allgemeine Gütekriterien und Standards, denen gute Förderprogramme für LRS entsprechen sollten, besprochen. Anschließend werden verschiedene Trainingsprogramme zur Förderung von Lese- und Rechtschreibkompetenzen vorgestellt, wobei es auch darum gehen soll, eine Systematik bzw. Richtschnur dafür zu entwickeln, wann und warum man sinnvollerweise welches Förderprogramm gezielt wie einsetzen kann. Bei den vorgestellten Programmen handelt es sich um symptomspezifische Trainingsprogramme, die gezielt Teilprozesse des Lesens und Schreibens üben und fördern und die (überwiegend) auch in wissenschaftlichen Studien evaluiert, d.h. in ihrer Wirksamkeit überprüft sind. Im einzelnen handelt es sich u.a. um folgende Programme:

  • Kieler Leseaufbau von L. Dummer-Smoch & R. Hackethal (Neubearbeitung 1999).
  • Marburger Rechtschreibtraining von G. Schulte-Körne & F. Mathwig (2001).
  • Die lautgetreue Lese-Rechtschreibförderung von C. Reuter-Liehr (2. Auflage 2001)

Unterrichtsumfang: 8 UE zzgl. Pausen

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Einführung in die Anwendung von Lese- und Rechtschreibtests

Die Erfahrung vieler GrundschullehrerInnen ist, dass von ihrem Verdacht, bei einem Kind könne eine Lese-Rechtschreibschwäche (LRS) vorliegen, bis zu einer endgültigen Diagnose und dem Beginn eines Lese-Rechtschreibtrainings häufig viel Zeit vergeht. Ziel dieser Veranstaltung ist es, GrundschullehrerInnen theoretisches und praktisches Wissen über die Anwendung und Durchführung von Lese- und Rechtschreibtests zu vermitteln, so dass eine erste Abklärung bei einem Verdacht auf eine LRS möglichst schon in der Grundschule stattfinden kann.

In dieser Veranstaltung werden geeignete und aktuelle Verfahren vorgestellt, mit denen zum einen Lesefähigkeiten und zum anderen Rechtschreibfähigkeiten von Kindern in der Grundschule standardisiert erfasst werden können.
In einem ersten Einführungsteil geht es darum, was überhaupt eine testpsychologische Untersuchung ist, welche Hinweise diese ergänzend zur Beobachtung, zum Lesen in der Klasse und im Unterricht geschriebenen Diktaten geben kann und wann sie unverzichtbar ist. Weitere Fragen, mit denen wir uns beschäftigen, lauten: Was ist eine Standardisierung und wozu braucht man diese? Wie kommen Normen und Testwerte zustande und was bedeuten diese?

In einem zweiten Teil werden geeignete Testverfahren zur Erfassung des Lesens, des Leseverständnisses und der Rechtschreibfertigkeiten vorgestellt und deren Durchführung wird praktisch eingeübt.

Daran anschließend werden die Auswertung und die Interpretation von Testergebnissen anhand von Fallbeispielen geübt. Dabei werden auch Überlegungen angestellt, wie diese Ergebnisse in den Förder(-unterricht) einbezogen werden können.

Die Teilnehmerzahl ist auf 4 Personen pro Termin begrenzt, um ein intensives Training gewährleisten zu können.

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Aktuelles

Ab September in Gütersloh und Hilden

Heidelberger Elterntraining

Das Heidelberger Elterntraining ist ein etabliertes und auf seine Wirksamkeit hin überprüftes Angebot für Eltern von Late Talkern. Bislang haben wir das Training ausschließlich im Raum Bielefeld angeboten. Nun haben mit… Weiterlesen …

Homepage in neuem Layout

Unser 15-jähriges Bestehen haben wir zum Anlass genommen, das Layout der Homepage zu modernisieren: Aktuelle Nachrichten fallen nun schneller ins Auge, veraltete Seiten wurden entfernt, aktuelle Themen ergänzt. Stöbern… Weiterlesen …

Zweite Auflage mit neuen Normen erschienen

Sprachscreening für das Vorschulter

Als drittes Verfahren im Bunde - nach dem SETK-2 und dem SETK 3-5 - ist nun das "Sprachscreening für das Vorschulalter" (Grimm, 2017 unter Mitarbeit von Aktas) in 2. Auflage erschienen. Das SSV stellt eine Kurzform… Weiterlesen …
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