Bielefelder Institut für frühkindliche Entwicklung, Diagnostik und Intervention e. V.

Aktuelles

Gerne informieren wir Sie regelmäßig (ca. 2-4 pro Jahr) über Neuigkeiten aus dem Bielefelder Institut über unseren kostenlosen Newsletter.

10.01.2020

Noch werden weitere Eltern gesucht....

Studie zur frühen Sprachentwicklung: Danke für Ihre Hilfe!

Wir möchten uns ganz herzlich bei allen Personen bedanken, die uns in diesem Jahr bei unserer Studie tatkräftig unterstützt haben! So haben sich inzwischen bereits über 90 Eltern bereit erklärt, Fragebögen zur Sprachentwicklung ihres Kindes auszufüllen, wenn dieses 12, 18 und 24 Monate alt wird. Die ersten Kinder wurden im September 2019 ein Jahr alt, so dass wir die ersten Bögen bereits zurückerhalten haben. Wir sind sehr gespannt auf die Ergebnisse!

Die Suche nach Familien wird im neuen Jahr noch einige Zeit weiter­gehen. Unser Ziel ist es, insgesamt 150 Familien an der Studie beteiligen zu können. Dies gibt uns die breite Datenbasis , die wir brauchen, um unseren KOMM-Bogen langfristig bei Kindern mit Entwicklungsproblemen oder Behinderungen einsetzen zu können. Sie können uns helfen, wenn Sie Eltern junger Kinder auf unsere Studie hinweisen! (Hier geht's zur Studie.).

Der Elternfragebogen KOMM! zur frühen Sprach- und Kommunikationsentwicklung von Kindern wurde von Dr. Christina Müller und weiteren Institutsmitgliedern entwickelt und wird nach Abschluss der Begleitstudien im Hogrefe-Verlag erscheinen. In den Begleitstudien werden Normdaten und Reliabilitätskennwerte ermittelt, so dass wir mehr über die Kommunikations- und Sprachentwicklung der Kinder erfahren und gleichzeitig die Qualität der Bögen einschätzen können. 

09.01.2020

Änderungen im Seminarangebot

"Würzburger Screening" statt "Bielefelder Screening" zur Früherkennung von Lese-Rechtschreibschwierigkeiten

Fast 15 Jahre lang haben wir Fortbildungen zum Erlernen des BISC (Bielefelder Screening zur Früherkennung von Risikokindern für Lese-Rechtschreibschwierigkeiten) durchgeführt.

Nun ist ein neues Verfahren für diesen Anwendungsbereich erschienen: "Würzburger Screening zur Früherkennung von Lese-Rechtschreibschwierigkeiten: Laute, Reime, Sprache". Das Würzburger Screening basiert auf dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Forschung und verfügt über neue Normen. Daher beenden wir die Ära der BISC-Seminare und bieten ab sofort Seminare zum Würzburger Screening an. (Entwickelt wurde es von der Arbeitsgruppe um Schneider, von der auch die "Würzburger Trainingsprogramme: Hören, Lauschen, Lernen" stammen.)

Wir hoffen, dass auch dieses Angebot weiterhin auf reges Interesse stößt. Eine kostenlose Informationsveranstaltung zum Würzburger Screening findet am 13.02.2020 in Kooperation mit der VHS Detmold statt. Im Juni gibt es ein Tagesseminar in Gütersloh, im September eines in Langenfeld. Genaueres finden Sie unter Termine.

08.01.2020

Offenes Angebot im Rheinland

Elternworkshop Mehrsprachigkeit

Ein Aufwachsen mit mehreren Sprachen ist für viele Kinder die normalste Sache der Welt! Bei den Eltern herrscht jedoch oft Unsicherheit, ob sie "alles richtig machen", oder wie sie es schaffen können, dass das Kind gut deutsch lernt und dennoch auch die Muttersprache(n) beherrscht.

Özay Harnisch, die unser Team seit Sommer 2019 verstärkt, ist selbst mit mehreren Sprachen aufgewachsen und arbeitet als Logopädin seit vielen Jahren v.a. mit türkischstämmigen Familien. Zusammen mit Dr. Maren Aktas bietet sie ab März 2020 im Rheinland ein niedrigschwelliges Angebot für mehrsprachige Familien an.

Diese Elternworkshops sind als offenes Gesprächs- und Beratungsangebot zu verstehen, die wir im Rahmen unserer ehrenamtlichen Tätigkeit kostenfrei anbieten. Um Anmeldung wird gebeten, damit wir besser planen können. Machen Sie die Workshops gerne bekannt! Entsprechende Flyer sind in Arbeit. Hier finden Sie die aktuellen Termine.

07.01.2020

Institutsmitglied ist Kinderbuchautorin

Grammatikförderung mit Kinderbüchern

Unser Institutsmitglied Dr. Friederike von Lehmden arbeitet in einem Projekt, in dem Kinderbücher derart verfasst werden, dass sie maximal sprachförderlich sind. Die Texte sind nämlich so aufgebaut, dass bestimmte wichtige grammatische Strukturen (z.B. Dativ) systematisch wiederholt werden und so gegenübergestellt werden, dass das kindliche Gehirn die Zusammenhänge leichter erkennen kann.

Das Tolle an den Büchern ist, dass sie nicht „pädagogisch wertvoll“ daherkommen. Die Geschichten sind einfach spannend und unterhaltsam – für Kinder und Erwachsene. Und auf den ansprechenden Bildern gibt es für jeden etwas zu entdecken. Die Bücher spielen ihre sprachförderlichen Effekte also quasi nebenbei aus.

Das Forschungsprojekt („Litkey - Literacy as the key to social participation“) steht unter der Leitung von Prof. Dr. Eva Belke, Prof. Dr. Stefanie Dipper, Jun. Prof. Dr. Claudia Müller-Brauers & Prof. Dr. Sonia Kandel und ist an der Ruhr-Universität Bochum angesiedelt.

Mehr zu den Büchern finden Sie hier: "Litkey-Bücher".

Und wenn Sie Lust haben, sich das Forschungsprojekt live erklären zu lassen, können Sie Dr. Friederike von Lehmden im März 2020 auf drei Konferenzen erleben: Tagung der Gesellschaft für Empirische Bildungsforschung (GEBF). Potsdam, 25.-27.3.2020; Tagung der experimentell arbeitenden Psychologen (TeaP). Jena, 22.-25.03.2020; Jahrestagung des Österreichischen Verbandes für Deutsch als Fremdsprache/Zweitsprache, Wien, 20./21.03.2020.

 

06.01.2020

Abschlussverstaltung hat stattgefunden

Evaluation der dritten Phase des Projekts "Lesestart" beendet

Zum Jahresende 2019 endete für uns die wissenschaftliche Evaluation der dritten Phase des Programms „Lesestart“. In dieser Phase hatten bundesweit in drei Schuljahren (2016/17, 2017/18 und 2018/19) alle Erstklässler und ihre Eltern Bücher und Lesetipps erhalten.

Das Programm „Lesestart“ wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und von der Stiftung Lesen durchgeführt. Die dritte Phase hatte das Ziel, Eltern zum gemeinsamen (Vor-)Lesen zu ermutigen und Kinder zum Selberlesen zu motivieren. Das Nachfolgeprogramm „Lesestart 1-2-3“ ist bereits gestartet und widmet sich jüngeren Kindern.

Die wissenschaftliche Begleitforschung der dritten Phase war von uns, dem Bielefelder Institut für frühkindliche Entwickung e.V.,   in Kooperation mit dem Institut für Sozialforschung und Kooperation (SOKO) mittels verschiedener wissenschaftlicher Methoden durchgeführt worden. In einem Abschlusstreffen aller Beteiligten (BMBF, Stiftung Lesen, Bielefelder Institut und SOKO Institut) wurden die Ergebnisse zusammengetragen.

Dieses mehrjährige Projekt - unser bislang größtes Forschungsprojekt - wurde maßgeblich von Dr. Silke Fischer im Team mit Prof. Katharina Rohlfing, Dr. Angela Grimminger und Dr. Franziska Krause getragen. Vielen Dank an die Beteiligten für das Herzblut und die viele Arbeit, die sie in dieses Projekt gesteckt haben!

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