Bielefelder Institut für frühkindliche Entwicklung, Diagnostik und Intervention e. V.

Aktuelles

Gerne informieren wir Sie regelmäßig (ca. 2-4 pro Jahr) über Neuigkeiten aus dem Bielefelder Institut über unseren kostenlosen Newsletter.

09.06.2022

Interview in der Zeitschrift LOGOS erschienen

Warum ist die Sprachdiagnostik bei mehrsprachigen Kindern so schwierig?

Dr. Maren Aktas berichtet in dem Interview über ihre Erfahrungen bei der Sprachdiagnostik bei mehrsprachigen Kindern. Sie erläutert, warum ihrer Meinung der Ruf nach immer mehr Tests in immer mehr Sprachen nicht die Lösung des Problems ist! Erschienen ist der Artikel in der Zeitschrift LOGOS.  

22.05.2022

Digitales Angebot des Projekts "Sprachnetz"

Offenes Beratungsangebot zu Sprachthemen

An der Uni Halle ist das Projekt "Sprachnetz" angesiedelt, bei dem es um eine bessere Vernetzung aller Personen geht, die an der Versorgung von Kindern mit Sprachauffälligkeiten und -problemen beteiligt sind. Ein Angebot des Projekts richtet sich speziell an frühpädagogische Fachkräfte, aber auch Eltern. Jeden Donnerstag steht das "Sprachnetz-Team" in einer offenen Sprechstunde für ihre Fragen zur Verfügung. Manchmal werden auch kurze Impulsvorträge gehalten. Über Webex ist der digitale Zugang ganz einfach. Zudem ist das Angebot kostenlos. Wir finden das eine prima Initiative, die wir gerne unterstützen! Hier geht es direkt zur "Sprachnetz-Sprechstunde".  

22.05.2022

Arbeitstagung der Fachgruppe in der Nähe von Marburg

"Kommunikation und ihre Störungen"

Im Bundesverband der Psychologinnen und Psychologen BDP gibt es die Sektion "Klinische Psychologie" und darin die Fachgruppe derjenigen, die sich besonders mit der Kommunikation und ihrer Störungen befasst. Jahr für Jahr trifft sich diese kleine Gruppe - erweitert um Kolleginnen und Kollegen aus Nachbardisziplinen - um in den fachlichen Austausch zu treten und Kontakte zu Gleichgesinnten zu knüpfen. Bewusst als Arbeitstagung konzipiert steht "work in progress" im Zentrum. Aus dem BINSt waren dieses Jahr Christina Müller und Maren Aktas bei dem Treffen am denkbar wunderbarsten Tagungsort Schloss Rauischholzhausen.  Die keynotes hielten Prof. Claudia Männel von der Charité zu ihren elektrophysiologischen Studien zum Spracherwerb und Prof. Peter Marschik, Uniklinik Göttingen, zur Bedeutung entwicklungsneurobiologischer Daten zur Früherkennung von Entwicklungsstörungen. Auch die übrigen Vorträge lieferten sowohl für Forschungsinteressierte als auch für PraktikerInnen wertvolle Impulse für die Arbeit. Unser Fazit: Die Tagung lohnt sich! Die 38. Arbeitstagung findet im Frühjahr 2023 statt. Save the date!  

20.05.2022

Eine ehemalige Kollegin gibt Einblick

Logopädie und Kunsttherapie in Halle/Saale

Im Forschungsprojekt "Sprache Fördern" im Freistaat Sachsen arbeiteten wir eng mit Dr. Ute Schräpler zusammen und stehen seither miteinander in Kontakt. Nach jahrelanger Hochschultätigkeit, Lehre und Projekten an verschiedenen Orten ging sie vor zwei Jahren zurück in ihre Heimatstadt Halle/ Saale und eröffnete eine Praxis für Logopädie und Kunsttherapie. Sie berichtet begeistert, wie sich bei Kindern und ihren Eltern vorgeht: "Den Kindern gebe ich immer wieder Stift und Papier in die Hand und lasse sie zeichnen. Sie erhalten bewusst keinen konkreten Arbeitsauftrag von mir. Stattdessen bringen die Kinder einfach etwas ohne Vorgabe auf das Blatt."

Das kunsttherapeutische Vorgehen biete viele Vorteile, so Ute Schräpler:  "Erst einmal wird das Zeichnen und Malen als ritualisierter Bestandteil in die Therapiestunde integriert. Die Kinder kommen zur Ruhe und tauchen in ihre eigene Welt ein. Für Kinder ist dieser Moment, in denen die Zeit stehenbleibt, von großer Bedeutung. Mittlerweile fordern Kinder bei mir das Malen regelmäßig ein. Zweitens können Kinder sich selbst zum Ausdruck bringen, sie drücken vielleicht mit dem Stift fest oder sanft auf, führen den Strich und wählen Farben und Formen. Gerade sprachauffällige Kinder haben dadurch die Möglichkeit des Selbstausdrucks, der ihnen auf sprachlicher Ebene verwehrt bleibt.  Schließlich nutze ich Kinderzeichnungen auch ergänzend, um Informationen über den Entwicklungsstand des Kindes zu erhalten. Insbesondere bei mehrsprachig aufwachsenden Kindern helfen mir die Zeichnungen und Bilder, mehr über die Kinder zu erfahren."

Mehr zu Ute Schräpler und ihrem sprach- und kunsttherapeutischen Ansatz finden Sie unter www.uteschraepler.de

14.05.2022

Die Datenerhebung ist abgeschlossen

Wir starten in die zweite Phase des KOMM-Projekts

Geschafft!! Die letzten Elternfragebögen aus unser Längsschnittstudie zur Entwicklung und Normierung des KOMM-Bogens, eines Fragebogens zur vorsprachlichen Entwicklung von KIndern, sind wieder eingetroffen. Hunderte von Bögen wurden eingetütet, adressiert und frankiert und pünktlich verschickt. Zurück wurden sie in Listen eingetragen, ausgewertet und Besonderheiten notiert. Nun steht die nächste Phase an: Die Daten werden in das Statistikprogramm eingegeben und dann ausgewertet. Das heißt - jetzt wird es spannend! Ist unser Instrument geeignet? Stimmen unsere Annahmen? Wie entwickeln sich die vorsprachlichen kommunikativen Fähigkeiten typisch entwickelter Kinder zwischen 12 und 24 Monaten? Wir sind schon sehr gespannt!

Wir möchten uns noch einmal ausdrücklich und ganz herzlich bei allen Kinderärztlichen Praxen bedanken, die Kontakte zu Familien hergestellt haben, und vor allem natürlich den Müttern und Vätern, die die vielen Bögen so sorgfältig und zuverlässig ausgefüllt haben!     

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